„Es gibt kein Tor, kein Schloß, keinen Riegel, den ihr vor die Freiheit meines
Geistes setzen könnt!“ schrieb Virginia Woolf und betont damit die Unbezwingbarkeit
der menschlichen Vorstellungskraft und inneren Freiheit, die selbst durch physische oder
gesellschaftliche Barrieren nicht eingesperrt werden kann.
Die Unabhängigkeit der Kreativität und des Intellekts sind dabei ihre zentralen Punkte. Ich
stimme diesen Zitaten vollinhaltlich zu.
Ich habe in den letzten Jahren immer öfter das Gefühl, dass sich eine große
Mehrheit der Gesellschaft in Schweigen zurückgezogen hat - sich zu
gesellschaftlichen und politischen Themen, nicht mehr äußert. Warum und wann
sich das so entwickelt hat, ist schwer zu sagen, besorgniserregend ist es allemal.
Einerseits, „Weil die Seele krank wird, wenn Worte fehlen…“(Sigmund Freud)
und andererseits, weil in Zeiten wie diesen, eigene Meinung, politischer Diskurs
und Haltung unverzichtbar sind, ja mehr noch, Pflicht.
Bilder entstehen durch Reflexion - im direkten und im übertragenen Sinn - sie sind
Wahrnehmung, Ausdruck, Gestaltungsmittel, Erfahrung, Lebensweg, Projektion,
Phantasie, Illusion…deshalb ist die Entwicklung einer eigenen Bildsprache auch so
eng an die Persönlichkeit des/r Fotografierenden gebunden. Vereinzelt kombiniere
ich meine Bilder auch mit Texten. Wie Paul Klee, sehe ich Literatur und bildende
Kunst dem gleichen Impuls entspringend - sie folgen der Intention, einer Idee,
einer Überlegung Gestalt zu geben.
Im Kern geht es für mich darum, immer neugierig zu bleiben - nicht das Finden von
„Antworten“oder „subjektiven Wahrheiten“ ist das Ziel. Auf der Suche zu bleiben,
lebendig zu bleiben, kritisch zu bleiben, im Dialog und in der Reflexion mit sich und
der Umwelt zu bleiben ist das Ziel. Auf der Seite mybooks, habe ich einige meiner
Arbeiten verlinkt, viele der hier gezeigten Bilder wurden ausgezeichnet, sind
veröffentlicht oder in diversen Galerien zu sehen.
Meine Ausrüstung besteht aus der Canon Eos R6 Mark III, einer Leica X, und einer Leica Q
mf-photography.at
„Das Ziel ist nie ein Ort, sondern eine Betrachtungsweise.“ Henry Miller